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Der Islam wird dritte Kraft
Schon 2014 die drittstärkste Religionsgemeinschaft in Europa
Alle Daten der Bevölkerungswissenschaftler und der nationalen wie internationalen Statistiker zeigen in diese Richtung: Wenn die derzeitige Bevölkerungsentwicklung in Europa mit seinen gegenwärtig 751 Millionen Einwohnern anhält, werden die Menschen islamischen Glaubens voraussichtlich schon im Jahre 2014 die drittstärkste Religionsgemeinschaft in Europa nach Katholiken und Orthodoxen sein.
Gegenwärtig zählt man in Europa 269 Millionen Katholiken, 171 Millionen Christlich-Orthodoxe, 79 Millionen Protestanten und 52 Millionen Moslems. 151 Millionen rechnen sich keinem Religionsbekenntnis zu.
Die Bevölkerungsgruppe der Moslems wächst in Europa pro Jahr um durchschnittlich 6,5 Prozent. Sollte die Türkei Mitglied der EU werden, wie die USA es fordern und - bei Erfüllung und Einhaltung der »Menschenrechte« - auch von den staatstragenden Parteien der BRD in Aussicht gestellt wird, würde sie dank ihrer hohen Geburtenraten rasch zum bevölkerungsreichsten Staat der EU aufsteigen, noch vor Bundesrepublik Deutschland, und weit vor Frankreich, Großbritannien und Italien.
Dadurch würden sich zwangsläufig, automatisch und höchst »demokratisch« die politischen Kräfteverhältnisse im Europa-Parlament und in der Gesetzgebung in einer Weise ändern, die zu schlimmsten Befürchtungen Anlaß gibt.
»Raus aus den Hinterhöfen«
Unter dieser Überschrift berichtet das »Westfalen-Blatt« (Bielefeld) am 2./3. August 2003 von der stillen, aber folgenschweren Wandlung, die in der Bundesrepublik Deutschland vor sich geht:
»Zahl der Moscheen in einem Jahr verdoppelt«
»Die christlichen Kirchen sind auf dem Rückzug. Vielerorts stehen, wie wiederholt berichtet, sogar schon Gotteshäuser zum Verkauf. Islamische Glaubens-gemeinschaften hingegen gehen immer stärker in die Offensive. Auch in den Klein- und Großstädten Ostwestfalen-Lippes. Im Kreiskrankenhaus Lübbecke richtete die Klinikleitung den dortigen Andachtsraum für Patienten jetzt wunschgemäß so her, daß Christen und Moslems ihn gleichberechtigt für sich nutzen können.
Währenddessen hat sich die Zahl der Moscheen mit weithin sichtbarem Minarett in Deutschland innerhalb nur einen Jahres nahezu verdoppelt; von 77 auf nunmehr 141. Die Entwicklung setzt sich nach Angaben des Zentralinstituts Islam-Archiv in Soest zügig fort.
Zusätzliche 154 Moscheen sind derzeit im Bau oder konkret in der Planung. Nach eigenem Bekunden wollen die islamischen Vereinigungen »raus aus den Hinterhöfen«, um zu dokumentieren, daß sie den Willen hätten, »sich mit der Moderne zu versöhnen«, wie der Islam-Wissenschaftler Michael Lüders es ausdrückt.
Dieser Zielrichtung folgen auch die islamischen Vereine in Ostwestfalen-Lippe. Sie setzen darauf, daß das Beispiel des neuen, gemeinsamen Andachtsraumes für Christen und Moslems im Kreiskrankenhaus Lübbecke und am Klinikum Minden, dann aber auch weit darüber hinaus Schule machen möge.
In dem Andachtsraum hat der Türkisch-Islamische Verein Espelkamp ein Regal aufgestellt, das gen Mekka ausgerichtet ist; davor liegen Gebetsteppiche. Im Regal steht jeweils ein Koran in arabischer und türkischer Sprache sowie einer in deutscher Übersetzung und eine ins Türkische übersetzte Bibel.
Über das Andachts-Angebot hinaus berücksichtigt die Lübbecker Klinikleitung auch bei der Zubereitung der Speisen und bei der Physiotherapie die Wünsche und Erwartungen der moslemischen Patienten gemäß den islamischen Glaubensvorschriften.
Inzwischen regt sich allerdings Widerspruch. Kritiker verweisen darauf, daß selbst die Evangelische Kirche von Westfalen ausdrücklich davor warne, leerstehende christliche Kirchen an Moslems zu veräußern. In den meisten islamischen Ländern dürfe nicht einmal ein Christuskreuz offen getragen werden. Sogar im EU-Anwärter-Land Türkei habe seit dem Jahre 1923 keine einzige christliche Kirche mehr errichtet werden dürfen. Bis heute sei ein einziger der derzeit 36 islamisch bestimmten Staaten demokratisch-rechtsstaatlich verfaßt.
Deshalb könne man sich unschwer vorstellen, wie ein gemeinsamer Andachtsraum von Christen und Moslems denn wohl auf Menschen wirke, die nach Deutschland oder ein anderes freiheitliches Land fliehen mußten, weil sie in ihren islamischen Heimatländern allein wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt, gefoltert oder gar eingekerkert worden waren.
Zahlen und Fakten
Neben den 141 fertigen Moscheen verfügen die verschiedenen korangläubigen Gemeinschaften hier in Deutschland inzwischen (soweit bekannt) über 2380 Gebets- und Versammlungsräume.
Dort kommen täglich mehr als 185.000 Gläubige zusammen. Das sind 18.000 mehr als im Vorjahr. Die hohe Steigerung innerhalb dieser kurzen Zeit erklären die Moslems damit, daß sie »aus Furcht vor einer feindseligen Stimmung wegen des Irak-Krieges zusammengerückt« seien.
Auch die Koran-Schulen sind stärker denn je gefragt. Vor Jahresfrist wurden dort noch 7 Prozent der hiesigen Moslem-Kinder unterrichtet, heute sind es bereits 18 Prozent.
Die mit Abstand beliebteste Partei bei den offiziell 3.112.000 Moslems in Deutschland ist mit 62 Prozent unverändert die SPD vor den Grünen mit 17 sowie CDU/CSU mit 10 und der FDP mit 9 Prozent.«
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